Die Stiftung

Am 24.02.2018 starb Martin Müller.

Sein Anteil an der Stickerei Müller GmbH sowie Immobilien und Sparvermögen gingen mit seinem Tod an die Martin Müller Stiftung über, die er noch zu Lebzeiten errichtet hatte.

Mit der Errichtung seiner Stiftung wollte Martin Müller sicherstellen, dass aus den Erträgen seines Vermögens nicht nur seine Kinder und Enkelkinder die notwendige Absicherung erhielten. Vielmehr sollten darüber hinaus die Erträge der Stiftung zur Förderung gemeinnütziger Aufgaben eingesetzt werden.

Martin Müller Stiftung

Stiftungszweck

Der Stiftungszweck setzt einen Schwerpunkt auf die Unterstützung behinderter Menschen im Landkreis Neustadt a. d. Aisch – Bad Windsheim.

Der erweiterte Stiftungszweck umfasst laut der Stiftungsurkunde die folgenden Bereiche:

  • Die Verbesserung der Lebensumstände erkrankter Jugendlicher und die Förderung von Betreuungs- und Forschungseinrichtungen für diesen Personenkreis
  • Die Unterstützung kirchlicher Einrichtungen der katholischen Kirchengemeinden in Neustadt a. d. Aisch und Klingenthal (Sachsen)
  • Karitative und sonstige gemeinnützige Zwecke im Landkreis Neustadt a. d. Aisch- Bad Windsheim
  • Maßnahmen zur Gesundheitsförderung im individuellen und gesellschaftlichen Bereich.

Mit diesem Stiftungszweck verfolgt die Stiftung ausschließlich und unmittelbar mildtätige Zwecke im Sinne der Abgabenordnung.

Stickerei Müller

Die Gründung der Stickerei Müller erfolgt 1903 in Klingenthal (Sachsen) durch Dionys Müller. Anfangs wurden Kittelschürzen hergestellt, über Kettstich-Stickereien auf Handschuhen erfolgte danach der Einstieg in die Stickerei.

Der Sohn Adolf Müller und seine Ehefrau Marie Müller übernahmen die Stickerei.

Der Betrieb hatte zu dieser Zeit über 1000 Mitarbeitende.

1953 floh die Familie Müller aus der DDR über Berlin. Vorweg wurden 12 Strickmaschinen „zur Reparatur“ nach Nürnberg verschickt.

Ursprünglich wollte die Firma in Heroldsberg ansiedeln. Da es dort jedoch an Fachkräften mangelte, wählte man den Standort Neustadt an der Aisch, zumal dort bereits einige Menschen aus dem Umkreis von Klingenthal wohnten und dort weitere Stickereien angesiedelt waren.

In Neustadt an der Aisch direkt gab es kein Land zu kaufen, deshalb ging man nach Diespeck.

Im Tanzsaal der Gastwirtschaft und Metzgerei Geißdörfer wurde mit der Produktion begonnen mit der Auflage, dass zur Kirchweih der Tanzsaal geräumt werden musste.

Der erste Firmenbau erfolgte an der Hauptstrasse. Dieser wurde erweitert und schließlich erfolgte der Umzug an die jetzigen Adresse Bergstrasse 15 in Diepeck.

Zunächst hat man Kettstich-Stickerei per Hand angeboten, dann wurden die nhandgeführte Stickmaschineneingeführt, danach kamen Gross-Stick-Automaten hinzu und schließlich Mehrkopfstickautomaten.
Zur besten Zeit hatte das Unternehmen in Dispeck ca. 700 Beschäftigte. Etwa die Hälfte waren Heimarbeiter.

Die Kinder Benno Müller, Brigitta Müller und Martin Müller haben zunächst im Unternehmen gearbeitet.

Der Sohn Benno Müller hat sich bald in Breitengüßbach mit einer eigenen Stickerei selbständig gemacht und war bis in die 90iger Jahre der stärkste Wettbewerber zur Stickerei Müller in Diespeck.

Anfang der 80iger Jahre ist Martin Müller (Martin Müller Stiftung) aus der Firma ausgeschieden. Er hielt jedoch weiterhin 33 % Anteil an der Stickerei.

Mitte der 80iger Jahre ging die Firma auf die 4. Generation über: Johanna GlassHeinz und Stefan Glass, die Kinder von Brigitta Müller, verheiratete Glass.

Aktuelle Situation der Stickerei Müller GmbH

Heute hat die Stickerei ….Beschäftigte.

Namhafte Modehäuser, wie Dior, Givenchy, oder Yves Saint Laurent, zählen zu den Kunden der Stickerei.

„Jede unserer Stickereien ist ein kostbares Stück Luxus, maßgeschneidert für Haute Couture oder Pret-a-Porter Kollektionen, exklusive Heimtextilien oder Sonderanfertigungen für Bühne und Film“